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Etwas von dem früheren Crossen bis ca. 1910 |
- Eingedenk Herrn Richard Schrader. - Wäre
dieser Mann nicht gewesen bzw. hätte er nicht etwas über unseren Heimatort
und die unmittelbare Umgebung zu Papier gebracht, dann würde vieles schwarz
bleiben auf diesen Internetseiten !!! | Crossen
mit Ober- und Niedercrossen 10 km südlich vom Ephoralorte Rochlitz,
Amtsh. Rochlitz, Amtsger. Mittweida, Standesamt Crossen,
Bestellungspostanstalt Erlau, Eisenbahnst. Erlau, Schweikershain, Arras,
Seelenzahl am 1.Dez.1900: 751.
Flurnamen: Ochsengarten, Fischergasse v.
Niedercrossen nach Arras. (Fischerhäuser.) Auberg, Au-W., Schaftrebe,
Vieh-Weg, Lug-Weg, Oberschar, Oberfeld, Ziegel-, Rehgarten-, Hofmüller-
Kuh-T., Hof-H., Butter-B.
Flursagen: Auf dem südlich von der Dorfstrasse,
weitab vom Dorfe hoch gelegen Gute wandelt um Mitternacht eine feurige
Kugel auf dem Dache. Eine ähnliche Drachensage besteht in Mittelcrossen.
Am Kuh-T. erscheint die alte Spindlern (Spinnerin). Am Backenbernborn"
soll ein Fuhrmann samt seinen Pferden und einer ganzen Ladung gebackener
Birnen versunken sein.
Flurfunde: Romanische Scherben südlich am Gep.Walde.
Die Kirche zu Crossen.
Am 23.Juni
1497 wurde auf Ansuchen Caspars von Milckau die Crossener Pfarrei vom
Meißner Bischof Johann VI. von Sahlhausen gegründet. Die
Stiftungsurkunde im Original ist wahrscheinlich beim Eingehen des
Großmilkauer Rittergutes mit verbrannt. Die Kirche ist zweifellos
älteren Datums, doch dürfte sie vorher nicht selbstständige Pfarrkirche
gewesen sein. (Nach Hiller, Einleitung zur Ephorie Rochlitz der neuen
K.G. war Crossen bis 1494 Filiale v.Großm., vgl.d.eine Glocke.) Für ein höheres Alter der Kirche sprechen vor allen Dingen der noch vorhandene
romanische Triumphbogen, dessen aus Welle und Platte gebildetes
Kämpfergesims teilweise erhalten ist" (B.D.XIV.,S.6) und ein
helmförmiger Brunnendeckstein in Niedercrossen im Grundstück der Witwe
Kürth. Dieser erst neuerer Zeit schändlich verstümmelte Stein ist ein
umgestürzter romanischer Taufstein aus Rochlitzer Material mit
Rundbogenfries. Er dürfte der Zeit um 1270 entstammen und dürfte das
älteste Kunstdenkmal Crossens sein. Angeblich soll sich auch eine
Inschrift daran befunden haben. Der Fuß ist leider abgeschlagen und
dient als Rinnstein. Wie der Stein so weit von der Kirche (ca. Stunde)
weggekommen ist, ist unbekannt. Die ältesten Leute wollen ihn schon an
seiner jetzigen Stelle gesehen haben. Also muß die Kirche schon im
13.Jh. errichtet worden sein. Möglicherweise ist die erste Kirche von
den Hussiten zerstört worden, wobei vielleicht ältere schriftliche
Nachrichten mit vernichtet wurden. Um 1500 muß die Kirche baulich
verändert worden sein. Dafür sprechen die gekoppelten Spitzbogenfenster
im Turme. Auch der Taufstein in Kelchform aus Rochlitzer Stein stammt
aus gleicher Zeit, ebenso die spitzbogigen Chorfenster und das rechte
der beiden Sakramentshuschen. Das linke stammt aus spätgotischer Zeit
(Eselsrücken) und trägt über der schmiedeeisernen Tür einen roh
gemeiselten Christuskopf. Eine Riesche, die vielleicht zur Unterbringung
des Weihwassers gedient haben mag, trägt den gleichseitigen gotischen
Spitzbogen. Das architekturlose Schiff stammt aus späterer Zeit. Die
Holzdecke dürfte im 17.-18.Jh. entstanden sein. Erneuert wurde die
Kirche 1661, 1694/95, 1871. Der Kelch, Silber, vergoldet, 20 cm hoch,
mit sechsblättrigem Fuße und aufgelötetem Kruzifix, auf den Rotteln
B.M.A.(?).q.T. darunter MARIA darüber IHESVS, ist bez.1518.
Die Glocken. Die große und mittlere gegossen
lt.Bez.Nicolaus Rausch 1683, die kleine, lt.Bez.1489 gegossen, trägt die
Inschrift: ave maria gratia plena. (B.D.)
Die Orgel ist 1822 von dem Orgelbauer Hesse in
Lunzenau fr 650 Taler erbaut worden. An der Kanzel befinden sich,
handwerksmäßig gemalt, die 4 Evangelisten und im mittelsten Felde der Salvator
mundi" mit dem Reichsapfel.
Der Altar entstammt von 1834. An der Rückwand
findet sich folgende Inschrift: Diesen Altar hat die liebe errichtet,
die Liebe zur Religion und zur Kirche im Jahre 1834. Der Bauer und
Richter in Niedercrossen Joh. Daniel Bemmann wollte sich und seinen
Kindern mit demselben an seine selig verstorbene Ehegattin Maria Rosina
setzen, welche am 26.Nov.1833 verschied. Sie war eine geborene Hammer,
lebte 33 Jahre in einer glücklichen und gesegneten Ehe und hinterließ 9
Kinder und 3 Enk. und wurde 52 Jahre 7 Monate und 26 Tage. alt. Ihr
Leichentext Luc.10, 42. Maria hat das gute Teil erwählt und das soll
nicht von ihr genommen werden. Auf dem Kirchenboden befinden noch 3
geschnitzte hölzerne Figuren, nach Steche B.D. Die h.M.Magdalena, Maria
und eine h.Frau, normale Arbeiten um 1500. Auch ein handwerksmäßig in
Oel gemaltes Bild, das zwei Männer darstellt, befindet sich auf dem
Boden. Die Grabsteine, die ehemals in der Kirche gestanden oder gelegen
haben, hat man in der pietätlosesten Weise verwendet, sei es als
Treppenstufen oder Fußbodenbelag. Nach Steche befand sich auf dem
Kirchhofe eine Grabplatte aus Sandstein, des Friedrich Ernst von Milditz
zur Heida, 1648 erstochen von Sigismund von Schleinitz. Mit den Wappen
der von Schleinitz und von Auerswalde. Heute liegt die Platte, deren
Buchstaben mit Zement verschmiert sind, im Pfarrhofe vor der Haustr.
(Steche nennt auch den Rochlitzer Stein, aus dem sie besteht,
Sandstein.) Milkau und Crossen gehrten im 14.Jh.wahrscheinlich zum
Archidiakonat Zschillen"
(Pfau, Seelitz, S.19) Aus dem Crossener Bezirk kamen noch
gegen Ausgang des Mittelalters Parochianen nach der Hauptkirche zu
Seelitz (ebenda S.36). Die Kirche zu Crossen schüttete dem Pfarrer zu
Seelitz nach altem Herkommen noch 1840 die Hälfte alles in Seelitz
einkommenden Dezemgetreides (19 Scheffel), das derselbe in Crossen
selbst in Empfang nehmen mute. Nach altem Brauche hat er jährlich
einmal in Crossen zur Adventszeit zu predigen. (Pfau, Seelitz) Bis zum
Jahre 1836 gehörte die Crossener Parochie zur Ephorie Chemnitz, 1836-84
zur Rochlitzer, 1842-79 zur Waldheimer und von 1897 an wieder zur
Rochlitzer.
Das Pfarrhaus und seine Bewohner.
Von
Caspar von Milckau war, wie bereits erwähnt, 1497 zur Unterhaltung eines
Pfarrers außer andern unbeweglichen Gütern ein Haus, das in der ältesten
Matrikel eine ziemliche Behausung" genannt wird, geschenkt worden. Wie
lange dasselbe erhalten blieb und ob es durch Feuer zerstört oder wegen
Baufälligkeit abgetragen wurde, konnte nicht ermittelt werden.
Jedenfalls hat die jetzige Pfarre ein hohes Alter. Beim Antritt des P.
Werner 1841 war sie nach dessen Angaben in der alten Kirchengalerie in
so kläglichem Zustande, da man, wäre der Anachronismus nicht zu groß,
hatte versucht werden können, zu glauben, da der Verfasser der
Klagelieder Jeremia nirgends anders habe wohnen können, als in der
Pfarre zu Crossen. Nach dem aber die sehr opferwillige Gemeinde 1867 das
Gebäude einer wesentlichen Umgestaltung unterzogen und 1897 anläßlich
des 25-jhr.Amts- und Ortsjubiläums des Unterzeichneten (die Ausführung
entstammen der Feder des verst. P. Hentschel ) eine größere Reperatur
daran ausgeführt hat, ist dasselbe recht freundlich und wohnlich, nur
werden die Wohnungsräumlichkeiten im Untergeschoß durch die darin
befindlichen Ställe etwas beschränkt. (In neuerer Zeit sind sie
beseitigt worden.) Das zur Pfarre gehörige im Blumengarten stehende
kleine Pächterhaus, das in letzter Zeit nur zur Aufbewahrung von
Futtermitteln u.gdl.benutzt werden konnte, wurde im Januar 1868
abgebrochen und der hierbei erzielte Erlös zur Deckung der durch den
Reperaturbau an der Pfarrwohnung entstandenen Kosten mit verwendet.
Ueber
die Geistlichen der Parochie Crossen ließ sich
folgendes ermitteln:
1.) Als erster bekannter, noch katholischer Pfarrer
wurde bei Errichtung der Crossener Pfarrei 1497 Jacob Hoym (Heine) von
Bischof Johann von Meißen selbst erwählt. Da er nach Einführung der
Reformation 1541 noch im Amte stand, hat er auch als erster
evangelischer Pfarrer zu gelten. Im Jahre 1545 errichtete er sein
Testament, in dem er ein fr alle seine Nachfolger wohltätiges Legat
stiftete und starb bald darauf. Sein Nachfolger
2.) Kaspar Kern, gebürtiger aus Blankenstein, erhielt bei
der 1555 veranstalteten Generalvisitation das Zeugnis: Gelehrt und
richtig befunden.
3.) Gregorius Ruppelt aus Rochlitz, erst Baccal.daselbst,
seit 1573 Pfarrer in Crossen, unterschrieb die Konkordienformel. Wahrend
seiner Amtsführung und unter der Kollatur Joachims von Milckau auf
Zschoppelshain (1558-94) wurde, vermutlich 1575; nicht wie angegeben
1555, eine im Pfarrarchive abschriftlich vorhandene von der Superint.in
Chemnitz beglaubigte Kirchenmatrikel aufgestellt, nach welcher die
Einkünfte der geistlichen Stelle sehr gering waren. Der Inhaber
derselben bezog an Geldzinsen: 30 fl.2 gr., an Getreide von 39 Censiten
20 Scheffel Korn Mittweydisch Maß, an Opfern: das gesellt des Jahres 7
mal, als Weynachten etc.giebt ein jedes Mensch, so zum Hochwürdigen
Sakrament gehet, des Jahres 7 Pf; tregt ohngefehrlich 6 fl.10 gr.an
Accidentien: 1 gr von einer alten 5 Pf von einer jungen Leich, 1 gr von
einer Proklamation, 5 gr von einer Copulation, 1 gr von einem Kranken
Zubereihten (letzte Oelung) und 11 Pf von einem Kind zu tauffen.
Außerdem war er Nutznießer des 21 Ruten oder 3 Viertel einer Hufe
(7/8) Landes umfassenden Pfarrgutes und des Kirchhofs. Am Schlusse der
Matrikel heißt es: Dieser Pfarrherr ist jung, unfleißig und nichts
sonderliches gelehrt befunden.
- Ruppelt erwarb Dienstag nach
Lucia Ottilia 1584 durch Erbkauf, gehalten mit Lorenz Peckern, ein Gut
in Arras, das er am 7.Febr.1595 wieder verkaufte. Auch hat ihm 1598
Georg Müller zu Arras die baufällige Badstuben umb 9 mfl erblichen
aberkaufft." 1593/95 wird in Neues und Altes aus dem Zschopautale"
Basilius Andrea genannt.
4.) Christophorus Newig (Nebig) aus Frohburg Magister,
besuchte die Früstenschule zu Meißen gestorben 1604.
5.) Paul Graff, Sohn des Rochlitzer Rektors Christoph
Graff und Schwiegersohn des am 3.Juli 1606 zu Colditz begrabenen dasigen
Pf.u.Sup.Adam Hermann, 1588 Grimmenser Schüler, 1599 Baccal.in seiner
Vaterstadt Rochlitz, 1604 Pfarrer in Crossen. Er legte das erste
Kirchenbuch an.
6.) Andreas Oertel, geb.1600 in Frohburg als Sohn des
Pfarrers, wird 1625 Pfarrer in Crossen, 1629 Diakonus in Mittweida,
gestorben 1657.
7.) Zachus (K.G.-Zacharias).Christokrates Faber,
geb.1606 zu Lindenau in der Oberlausitz als Sohn des Pfarrers. Pfingsten
1630 Pfarrer in Crossen. 1640 Pfarrer zu St.Johannis in Chemnitz,
gestorben 1675.
8.) Georg Teucher aus Erdmannsdorf b.Zwickau, Magister,
zunächst Feldprediger des Herzogs Bernhard von Weimar. 1634 Diakonus in
Hartenstein (Stadt). 1640 Crossen, 1644 Marbach, gest.1675. NB. Teucher
wird in den Aufzeichnungen des H.P.Hentschel nicht erwähnt.
9.) Mag.Johann Cramer aus Penig, 1638 Baccal.in
Rochlitz, führte vom 15.Juli 1640 an das Kirchenbuch. Nach 43-jhriger
treuer Amtierung wurde er am 13.August 1683 in einem Alter von 71 Jahren
mit einer Leichenpredigt des Magister Zenker von Großmilkau und einer
v.P.Fischer aus Erlau gehaltenen Abdankung auf hiesigem Friedhofe
beerdigt.
10.) Gottlieb Puertitius, Stiefsohn des Vorigen. 1680 als
Substitut in Crossen vom Collator Jahn Melchior von Milckau vociert und
nach seines Stiefvaters Tode zum Pfarrer erwählt, starb im Oktober 1691.
11.) Christian Werner aus Brand bei Freiberg. 1670
Pfarrer in Schweikershain, wo er nicht sonderlich beliebt war und mit
seinem Kirchenpatron in Unfrieden lebte, kam im August 1692 nach
Crossen. Bei seiner Probepredigt, Palmarum, wurden verzehrt: 1 Sch.
3gr.vor eine Tonne Bier, 10gr.vor wurtze?, 6gr.vor Mehrrettig,
Petersilienwurzel, Rote Rüben und Gurken, 10gr.vor 4 Kannen Wein,
10gr.vor 10Pfd.Rindfleisch, 2gr.vor Bratwürste, 4gr.2Pf vor 2 Pfd.
Hechte, 1gr.3Pf vor Salz, 9gr.vor Brodt und Semmel, 7gr.6? vor 2 alte
Hühner, 1gr.9Pf vor Eyer, 18gr.vor eyn Kalb, 5gr.vor 6Pfd. Pflaumen,
3gr.vor Käse, 4gr.3Pf vor Branntwein, 2gr.vor hausbacken Brodt, 3gr.vor
ein Pfund Speck, 2gr.vor 7Pfd.Karpfen, 3gr.vor 1 Pfd.Butter, insgesamt
: 2Sch.45gr.7Pf. Werner starb den 29.April 1715, nachdem ihm das Jahr
zuvor sein Nachfolger substituiert worden war.
12.) Zacharias Mose aus Dahme soll auf der Kanzel vom
Schlage getroffen worden sein und ist am 3.Juli 1733 gestorben.
13.) Gottlob Werner, geb.17o6 zu Nord-Dodleben in
Thüringen, 1717 Altenburg, Gymnasium. 1734 Pfarrer in Crossen,
gest.27.Mrz 1776. Er soll ein bewundernswert bibelfester Mann gewesen
sein. Der Chemnitzer Superintendent Dr.Merkel, der noch einige Zeit sein
Ephorus war, hat aber ihn geurteilt, da er, wenn es möglich wäre, da
alle Exemplaria der Bibel vernichtet würden, imstande sei, das
Allermeiste aus dem alten und neuen Testamente aus dem Gedächtnis zu
rezitieren. K.G.
14.) Mag.Christian Sigismund Fritzsche wurde nach seiner
Autobiographie, die er auf die Rückseite des Titelblattes einer Bibel
geschrieben hat, am 19. Febr.1744 zu Mittweida geboren. 1757-63 Afraner,
bis 1766 Student in Wittenberg. 1766 trat er die Hofmeisterstelle bei
M.v.Holleufer auf Zunschwitz b.Döbeln an. 1767 Informator auf
Paudritzsch, 1774 b.P.Herold in Briesnitz, 1776 vom Obristen von Milckau
ins Pfarramt berufen. Nachdem er 34 Jahre in Segen seines Amtes
gewaltet, starb er am 23.Juni 1810.
15.) Mag.George Adolph Zeidler, R.d.V.O., geb.3.Okt.1789
als Sohn eines Floßinspektors in Colditz. 1802 Thomaner in Leipz., 1810
Magister in Wittenb., 19.Mai 1811 Pfarrer in Crossen, 1825 in
Burkartshain b.Wurzen, trat 1867 in den Ruhestand und starb den
29.Okt.1876 zu Leipzig.
16.) Gotthelf Benjamin Borsdorf aus Wüsthetzdorf, 1812
Freiberg Gymn., wurde in einem Alter von 24 Jahren, als er sein
Kandidatenexamen noch nicht bestanden hatte, von den Gebrüdern von Arnim
1825 zum Pfarrer designiert und schon 1826 nach Planitz versetzt,
gest.1856.
17.) Carl August
Barthel, geb.1797 in der seinem Vater gehrenden Bleimühle zu
Rotschönberg. 1813-18 Freiberg, Gymn., 1818-21 Univ.Leipzig, 1827
Pfarrer in Crossen, 1841 in Reinsdorf b.Waldheim, 1860 emerit.,
gest.1870 in Heiligenborn.
18.) Karl Gottlieb Werner, geb.1810 in Neukirchen bei
Budissin (Bautzen) als Sohn eines Lehrers, 1823-31 Gymn.Bautzen, 1831
Univ.Leipz., Hauslehrer bei Gustav von Nostitz-Wallwitz bis 1841, 1841
Pfarrer in Crossen. Um sein jährliches Einkommen zu verbessern,
errichtete er ein Pensionat für Knaben, in welchem er in Gemeinschaft
mit cand.Thieme (später P.zu Greifendorf) gediegenen Unterricht
erteilte, gest.29.April 1866.
19.) Maximilian Theobald Schulze, geb.1837 in Ehrenberg,
Sohn des Pf., 1850/56 Afraner, bestand 1860 sein Examen pro
cand.et.lic.conc.und wurde nach mehrmonatl.Aufenthalte in der Schweiz
1861 Lehrer an der Ratstöchtersch. in Dresden, 1863 Diak.in Crimmitschau
und am 28.Okt.1866 Pf. in Crossen, 1872 nach Niederau, 1885 emerit.in
Radebeul.
20.) Hermann Theodor Hentschel aus Callnberg
b.Lichtenstein, 1872 Hauslehrer in Otzdorf, 1872 auf Vorschlag des
Coll.Carl v.Arnim vom Kirchenvorst.zum Pf. gewählt, gest.8.Juli 1907.
21.) Richard Hermann Plügge, geb.1.Januar 1867 Magdeb.,
Univ.Leipz., Lehrer in L., Mitglied u.Senior d.Predigerkoll.z.St.Pauli,
1897 Pfarrvikar in Bennewitz, 1901 Pf.in Früstenwalde u.Fürstenau, 1907
Crossen.

Kirche um 1800. Rechts daneben
Die Kirche um 1900. Südansicht
die alte Schule die 1878 abgerissen
wurde.
Nordost-Ansicht
( Abb. aus der Kirchengalerie Sachsens) Die Schule zu Crossen.
1878 wurde auf einer vom Pfarrlehn abgetretenen
Gartenparzelle ein neues Schulhaus mit einem Kostenaufwand von über
16000 Mk. errichtet. Die Gemeinde mußte sich zu diesem Neubau
entschließen, weil die alte innerhalb der Kirchhofsmauer stehende, 1659
erbaute Schule höchst baufällig geworden war und den gesetzlichen
Anforderungen nicht mehr entsprach. Später wurde sie mit einem Anbau
versehen und vierklassig organisiert. In der schon 1555 erwähnten Schule
wirkten seit Anfang des 17.Jh.:
1.) Simon Ladegast, gest.2.Jan.1610. 2.)
Heinrich Kirsten. 3.) Peter Brunst. 4.) Thomas
Hörnig, gest.im April 1656.
5.) Martin Drescher. 6.) Samuel Schubarth,
gest.2.Febr.1680.
7.) Kaspar Steiner, gest.am Karfreitag 1699. 8.)
Martin Hempel ist wegen übler Aufführung nur ein paar Monate im Amte
gewesen.
9.) Andreas Ludewig, gest.1712. 10.) Christoph
Groler, Schulmeister in Croßen, (im K.B.zu Großmilkau 1716 als Pate
genannt).
11.) Johann Andreas Berger, gest.1735. 12.)
Christian Berger, Sohn des vorigen, gest.1780, der sich in einem harten
Winter einen Ochsen in der Schulstube hinter einem Bettschirm mästete,
bis der Ephorus Dr.Merkel, dem die Gemeinde einen Wink gegeben, sich
derlei gehörnte hospites im Klassenzimmer verbat. Ihm folgte
13.) Gottlob Samuel Schmiedtgen aus Schönbuch bei Colditz
bis 1852, war früher Schullehrer in Nowitz bei Rochl.und in
Langenchursdorf bei Penig, feierte 1830 sein goldenes Amtsjubelfest und
wohnte in den letzten Jahren seines Lebens als Emerit.in Geringswalde.
14.) Johann Gottfried Uhle, geb.1806 zu Kohren, war
1828-32 Schulm.in Rottmannsdorf bei Zwickau, 1832 nach Crossen versetzt,
1866 emer.
15.) Oswald Emil Kaufmann aus Niederoberelsdorf ging 1869
nach Taura.
16.) Christian Friedrich Schulze aus Grodobritz, war
vorher 12 Jahre Lehrer an der Nebenschule in Groraschütz und wurde 1878
nach Zeihain versetzt. Im neuen Schulhause amtiert seit 1878.
17.) Kantor Gustav Eduard Schumann, geb.4.Jan.1851 in
Hainichen, Sem.Grimma I., 1872 Lehrer in Penig, 1874 in Kohren, 1875 in
Limbach b.Chemnitz. ; Die Schülerzahl betrug 1903: 119 Kinder, 27
Fortbildungssch. Collatur über die Schule ist das Kultusministerium. Die
Schule wurde Mich.1904 vierklassig. 1905 wurde angebaut
Das Rittergut Crossen.
Das Gehöft des
Rittergutes soll ursprünglich im Tale gelegen haben, inmitten des
sogenannten Ochsengartens. Noch sind zwei linden erhalten, die vor der
Terrasse des Herrenhauses gestanden haben sollen. Nachdem nordwestlich
davon nicht ganz auf der Kuppe neue Wirtschaftsgebäude errichtet worden
waren, wurde im 2.Jahrzehnt des 19.Jh. ein Stallgebäude zur herrschaftl.
Wohnung umgebaut, das alte dem Einsturz nahe Herrenhaus aber
abgebrochenen. Ein in der Durchfahrt eingemauerter Stein tragt die
Jahreszahl 1821. Die massiven Gebäude, zu denen von der Dorfstraße ab
eine schöne Kastanienallee führt, bilden ein ziemlich regelmäßiges
Viereck und sind gegen Süden von einem Parke mit prächtigen Bäumen
begrenzt. Das Gutsareal ist wiederholt durch Hinzuschlagung von
bäuerlichen Grundstücken vergrößert worden. Ums Jahr 1640 erwarb das
Rittergut durch Kauf eine Hufe Land, fr welche es laut Kirchenrechnung
zwar den Dezem geben und die Ackerarbeit auf dem Pfarrlehn zugleich mit
den anderen Verpflichtungen verrichten, aber nichts zu Gemeindeanlagen
beitragen wollte, 1861 die Aecker des Seidelschen Gutes (des jetzt
Kretzschmarschen Gartens) 1805 den größten Teil der Feldstücke von dem
Schreierschen Gute, (der jetzt Schönfeldschen Wirtschaft) 1848 für 3800
Taler das Rudeltsche Einhalbhufengut, 1853 das Winklersche Haus, in dem
sich die herrschaftliche Försterei befindet und 1878 die Fischersche
Wirtschaft; auch ein nicht unbeträchtlicher Teil von der
Niedercrossener Altgemeinde ist in seinen Besitz übergegangen, wofür es
noch heutzutage den 19 Altberechtigten alljährlich zu Walpurgis und
Pfingsten je eine Tonne Bier zu geben hat. Im Lehnbuche Friedrichs des
Strengen um 1350 wird Gerhardus de Crossene als Besitzer erwähnt. Er hat
2 Talente in Milckau, 1 Talent in Crossen. 1378 gehren Crossen, Erlaw,
Frankenaw zu den Zugehrungen des Schlosses Rochlitz, H.St.A.Reg.v.1378
Lb. LXXX VI. Item Fridericus et Hermannus de Schonenberg, domini de
Gluchow habent a domino villas Cygilheim, Arnoldisdorf, Albrechtsdorf,
Kyau, Wyra, Nyrackendorf, 2 marcas, Geberbach, Erlaw, decimam in Milckow,
in Crossin 4 marcas. 1497 sitzt vermutlich darauf Caspar von Milckau,
der Begrnder der Pfarrei. 1548 gehrt Hyronimus von Milckau auf
Kleinmilkau teilweise Crossen. 1548 Herr von Bieberitzsch auf Krossa hat
im Kriegsfalle dem Amte Rochlitz ein gerüstetes Pferd zu stellen (Rochl.Amtsbücherei).
1554 erwähnt der grimm.Vortragk Hans von Carlwitz von Crossen. 1563/64
uff der lenth hefen u. Guthern, so die vonn Karlowitz denen
von bieberitz aberkauft".
Quelle unbekannt. 1566 besitzt Wolf v. Carlowitz zu Crossa
einen Rittersitz, ein Vorwerg und eine Schafwiese. 1575 schlichten Hans
von Maltitz auf Kolkau zugleich mit dem Amtsschösser zu Rochlitz die
zwischen Wolf von Carlowitz, Herrn von Schweikershain, Obercrossen
ec.und dessen Untertanen wegen der Frondienste entstandenen
Streitigkeiten auf Befehl der Regierung. Die Erbgerichte gehren den
Erben des von Miltitz zu Krossen aber auch Georg Wilhelm von
B(G)erbisdorf zu Schweikershain und Georg Christoff v. Milckau zu
Kleinmilkau. 1578-98 Ernst von Miltitz, der nach Bernhardi 1582 von
Hansen von Maltitz auf Zetteritz 5 Bauern und 13 Häuser in Obercrossen
gegen Bernsdorf vertauschte. 1611-28 Hans von der Pfordte, nachmaliger
Churf. Sächs. wohlbestallter Kriegshauptmann, kaufte das eine Zeit lang
verpachtete gewesene gut von dessen Söhnen. Einer der Söhne, Ulrich
v. Miltitz hat im Januar 1645 in der Kirche seine letzte Ruhe gefunden,
da er zu Erlangung der Grabstätte in seinem Testament 2 Schock
ausgesetzt hatte.
Der Friedrich Ernst von Milditz zur
Heida, der 1648 von Sigismund von Schleinitz erstochen worden ist,
war wahrscheinlich ein Bruder des Ebenerwähnten. 1636 tritt Hans Georg
von Taubenheim auf.
- Philipp Heinrich von
Taubenheim auf Thierbach den 5.April 1631 von seinem leiblichen Bruder
Hanns George von Taubenheim auf Croßen bey dem Aufsteigen auf das Pferd
mit seiner eigenen Pistole in der Trunckenheit zu Croßen erschoßen ward
- .
( n.Bernhardi) 1658 schenkte Churf.Johann
Georg der Petrigemeinde zu Rochlitz 1000 fl. Strafgelder, die Hans Georg
von Taubenheim zu Krossen wegen seines von ihm getöteten Bruders hatte
zahlen müssen. (Alte K.G.X.S.195.) 1656 wird Hans von Grünrod auf
Crossen im Großmilkauer K.B. als Pate erwähnt. 1659 wird ebenda
Praezeptor Johannes Böhme bei denen von Grünrod zu Krossen erwähnt. 1678
Johann Georg von Poigk in den Crossener K.B. als Gutsherr genannt. 1697
wurde eins seiner Kinder in dem unteren Turmgeschoß befindlichen Gewölbe
begraben. Er hat in den Kirchenrechnungen von 1695-87 als der Zeit
Vice-Collator unterschrieben und 1705 seinen Wohnsitz nach Ringethal
verlegt. Von ihm erbte das Gut sein Neffe Hans Christoph von Poigk,
gest.am 5.Jan.1779 in einem Alter von 81 Jahren und begraben in der
Frauenkirche zu Dresden. Nun fiel das Gut an Christoph Friedrich von
Flemming, Generallieutenant der Infanterie. Am 31.Mai 1789 starb er nach
kurzer Krankheit im 71.Lebensjahre und seine Witwe Erdmuthe Sophie
geb.v.Poigk starb am 10.Nov.1793. Nun kaufte Carl Christoph von Arnim,
Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Planitz ec. auch Domherr des Hochstifts
zu Merseburg, das Gut und vergrößerte es 1801 durch Ankauf von
Großmilkau, dessen Hof kurz zuvor abgebrannt war. Als er am 23.Februar
1812 im rüstigsten Alter von nicht ganz 45 Jahren auf dem Schloß zu
Planitz bei Zwickau heimgegangen war, wurde Crossen von den Erben
gemeinschaftlich verwaltet, bis es 1826(?) der jüngste Sohn Friedrich
Henning von Arnim übernahm. Dieser verkaufte 1837 Großmilkau wieder an
den Besitzer von Kleinmilkau (Rose) und siedelte 1865 nach
Oberau über.
Er starb zu Dresden am 21.Januar 1885 im hohen Alter von über 80 Jahren
und wurde auf dem hiesigem Kirchhof in einem von einem eisernen Gitter
umschlossenen und von einer Traueresche überschatteten Erbbegräbnis
zwischen Gattin und Sohn begraben. Von ihm ist das Rittergut an seine
Töchter, Frau Marie Luise, Reichsgräfin zu Lippe-Weissenfeld
(12.08.1844-07.03.1925) und Frau
Johanna Karoline von Carlowitz (31.10.1850-29.01.1909), die bereits
seit längerer Zeit verwitwet sind, übergegangen. Später besitzt Frau
Luise, Reichsgräfin zur Lippe, das Gut allein.
Quellen:
- Textauszüge von Richard Schrader "Unsere Heimat" 1910)
- Bild Johanne Caroline von Carlowitz, Privatarchiv Dr. Petersen,
Ortsdenkmalpfleger
1937-1938 ist im Adressbuch fr den Stadt- und
Amtsgerichtsbezirk Mittweida folgender Eintrag unter Crossen zu
finden: Pietzsch, Heinrich Alfred, Rittergutspächter, Hausnummer 1.
Tel. Amt
Mittweida 2583.
Unter der selben Adresse ist eingetragen: von Arnim, Hans-Wolf,
Privatus
Familie von Arnim
"Wolff Christoph I v. Arnim war
in kursächsische Dienste getreten und hatte als Soldat Karriere gemacht.
Der Kammerherr, Geheime und Kriegsrat, Obrist und Oberkommandant der
Festungen Pleißenburg und Wittenberg, Amtshauptmann zu Leipzig und
Grimma war zum Generalleutnant aufgestiegen und war zusätzlich zu Döben,
das er schon besaß, 1647 auch mit Pretzsch an der Elbe belehnt worden.
Er wurde zum Stammvater der sogenannten "Sächsischen Linien" Walda,
Döben, Planitz und Neusorge."
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Während der Zweig Döben und das Haus Neusorge
inzwischen erloschen sind, sind |
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aus
dem Zweig Walda das Haus |
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Koppershagen und |
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aus
dem Zweig Planitz die Häuser |
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Kriebstein (2002 im Mannesstamm erloschen), |
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Otterwisch (1944 im Mannesstamm erloschen) |
"Der jüngste Bruder von Georg
Heinrich Wolf und jüngste Sohn von Carl Christoph III (1768 1812)
und seiner zweiten Ehefrau Johanna Louise Friedrike geb. v. Möllendorff
a.d.H. Reinsdorf übernahm aus dem Besitz seines früh verstorbenen Vaters
die Guter Crossen bei Mittweida und Groß-Milkau, das Crossen direkt
benachbart war. Später erwarb er die Rittergüter Oberau bei Meißen und
Gersdorf bei Roßwein hinzu. Auch er behielt ein Drittel der Planitzer
Kohlenbergwerke und konnte nach dem Tod seines ältesten Bruders Georg
Heinrich Wolf (1800 1855) seiner Schwägerin Isolde bei der
Leitung der Planitzer Betriebe zur Seite stehen, bis sein Neffe
Alexander Josef Carl Bernhard die Ausbildung im Bergfach
abgeschlossen hatte und 1875 die Gesamtleitung übernehmen konnte.
Henning besaß auch einen kleineren ländlichen Besitz in Oberlößnitz bei
Dresden und ein Wohnhaus in Dresden, das er alljährlich mit seiner
Familie im Winterhalbjahr bezog. Der plötzliche Tod seines
fünfunddreißig Jahre alten einzigen Sohnes Carl Christoph IV
(1841 - 1876), der den großen Besitz übernehmen sollte, war ein schwerer
Schlag für Henning. Dieser machte daraufhin Crossen zu einer
Familienstiftung zugunsten unverheirateter Arnim-Töchter, die im
dortigen Herrenhaus wohnen und vom Ertrag der Stiftung leben sollten.
Diese Bestimmung ist aber nie verwirklicht worden. Als Henning, der
seine Geschwister überlebte, 1885 in Dresden gestorben war, erbten seine
Töchter, Marie Luise Gräfin zur Lippe-Weißenfeld und Caroline
Johanna (Netty) v. Carlowitz, die Guter Crossen, Oberau und
Gersdorf.
Henning verheiratete sich 1838 mit seiner Cousine Franziska v. Böhlau
(1817 - 1855). Franziska war die Tochter des Königlich-Sächsischen
Rittmeisters Franz Christoph v. Böhlau, auch er ein Merseburger Domherr,
und seiner Frau Caroline v. Arnim a.d.H. Planitz. Franziska starb nach
sechzehnjähriger Ehe in Crossen. Daraufhin bezog Henning mit seinen drei
Kindern das Herrenhaus in Oberau. (1 Sohn, 2 Töchter)"
(Auszug aus der Familiengeschichte: Das Gechlecht
von Arnim, IV. Teil, Chronik der Familie im 19. und 20. Jahrhundert,
herausgegeben vom Vorstand des von Arnim'schen Familienverbandes,
Degener Verlag, Neustadt a. d. Aisch, 2002)
Hans Wolf von Arnim ist
vermutlich der Vater von Hansjoachim von Arnim (1894 - 1916), dessen
Grabstein sich auf dem Crossener Friedhof befindet.
Hans Wolf (1866 - 1949), Enkel des vorgenannten Hans Carl, hatte sein
Gut in Penzig bei Görlitz 1911 verkauft. Nach dem Ersten Weltkrieg war
er in Crossen ansässig und führte die dortige Forstverwaltung. Seine
Frau Wanda geb. v. Zezschwitz (1868 - 1942) ist am 6.1.1942 in Crossen
gestorben. Hans Wolf zog nach 1945 nach Radebeul, wo er 1949 gestorben
ist. Keine überlebenden Nachkommen.
Der Familienzweig Planitz ist 1919 im Mannesstamm erloschen. 1965
verstarben die beiden letzten weiblichen Nachkommen.
Postkarte Crossen
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