- 1891 hat Crossen 685 Einwohner - 133
bewohnte Grundstücke -
Selbständige Einwohner: 2 Agenten, 1 Bäcker, 1 Gastwirt, 3 Schankwirte, 1 Glaser, 1
Ziegeleibesitzer, 1 Tanzlehrer, 1 Windmüller, 2 Wassermüller, 1 Handelsmann, 2
Hausschlächter, 3 Schneider, 3 Schmiede, 2 Stellmacher, 1 Sattler, 2 Tischler, 8
Wirtschaftsbesitzer, 8 Zimmerer, 13 Stuhlbauer, 12 Maurer, 7 Schuhmacher und 29
Gutsbesitzer.
Wir waren ganz gut ausgestattet,
sogar mit einem Tanzlehrer! Was ist übrig geblieben?
2006 - Versuch
eines Vergleiches - 1 Tischler ( Tischlerei Kern), 1
Schmied (Metallbau Bahrmann), 2 Gastwirte (Gasthof Crossen und
Kutscherstube Reiterhof Schneider), 1 Bäcker (Bäckerei Kreyßig),1
Maurer (Baugeschäft Morgenstern), 1 Gutsbesitzer (Landwirtschaftsbetrieb Merkel) ???
Zeitungsartikel -
Bekanntmachungen - Rochlitzer Tage- und Wochenblatt - Crossen und
Umgebung
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Rochlitzer Wochenblatt 1848
Die ersten "Arbeitsagenturen" werden eingerichtet. |
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Rochlitzer Wochenblatt 1851
Bericht über einen Unfall beim Bau der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Riesa in Erlau. |
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Rochlitzer Wochenblatt 1851
Anzeige des Gastwirts zum Vogelschießen |
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Rochlitzer Tageblatt 1905
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Rochlitzer Tageblatt 1905
In der Crossener Mühle Teupel, wird ein Geschirrführer gesucht. |
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Rochlitzer Tageblat November 1905
Damals war auf den Dörfern mehr los als heute!!! Oder? |
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1899 hat Crossen 133 bewohnte Grundstücke, 718
Einwohner letzter Zählung.
Crossen gehörte 1899 zur
Königl.
Kreishauptmannschaft Leipzig
(bis 1. August 2008 Reg.Bez.Chemnitz, heute Direktionsbezik Chemnitz)
Königl.
Amtshauptmannschaft Rochlitz (
Landkreis Mittweida, seit 1. August 2008
Landkreis Mittelsachsen,
Sitz Freiberg)
Amtshauptmann war Dr. Horst
Süßmilch (1990-2008 Landrat Dr. Andreas
Schramm, ab 2008 Volker Uhlig)
Amtsgerichtsbezirk Mittweida
(Heute Amtsgericht Hainichen)
Königliche
Behörden
Friedensrichter
: Otto Naumann in Erlau ; Standesamt : Ernst Weinrich
; Schlachtsteuereinnehmer : H.Katzschmann.
Ortsbehörde
Gemeindevorstand : Ernst Weinrich.
(Heute BM W. Ahnert
Gemeindeverwaltung Erlau)
; Gemeindekassirer : Herm. Katzschmann. ; Ortssteuereinnehmer : Friedrich Gläser. ;
Ortsrichter : Theodor Schneider ; Gemeindeälteste : herm. Jahn 1., Friedrich Gläser 2.
Gemeinderathsmitglieder : Th. Schneider, Oswald
Stockmann, herm. Teichmann, Oswald Geißler, Rich. Hofmann, Friedrich Franke, Emil Naumann, Bruno Schilling,
Robert Möhler. Geistlicher : Theodor Hentschel ;
Kirchenvorstand : Pfarrer hentschel, Vors.; Kirchschullehrer
Schumann, Protokollführer ; Ernst Weinrich, Th. Schneider, Osw.
Stockmann, Osw. Geißler, Emil Naumann, Friedrich Gläser. ; Schulkassenverwalter : Herm. Katzschmann.
Vorstand der
Gemeindekrankenversich. : Ernst Weinrich. ; Kassirer
und Meldestelle der Gemeindekrankenversich. : Friedrich
Gläser . ; Gemeindediener : (Tag- und Nachtdienst) Hermann
Naumann. ; Hebamme : Selma bertha Hönig in
Schweikershain. ; Todtenbettmeister : Julius Graupner.
; Trichinenschauer : Hermann Poppitz. Aushängekasten für die gemeindebehördlichen
Bekanntmachungen : Am Tischlermeister Emil Naumann`schen Hause Nr.
73.
Kaiserliche
Post
Posthilfstelle
: Bei Herrn Bruno Katzschmann, Nr. 83. ; Ortsbestellung
: Zweimal täglich von Erlau aus. Briefkästen : Am Hause des Herrn Gastwirth Bruno
Katzschmann, Ernst Vollert und Franz Bahrmann.
1. Königl. Sächs.
Militär-Verein. Gr.: 1893. Vors.: Herr Gutsbesitzer
Theodor Schneider. 2. Krankenunterstützungsverein. Vors.:
Tischlermeister Emil Naumann. 3. Radfahrer-Verein. Gr.: 1896. Zwecks Pflege
des Sports und geselligen Beisammenseins. Vors.: Restaurateur C.F. Gläser. L. : Restaurant Gläser. 4.
Turnverein. Gr. : 1880. Zwecks Pflege von
Leibesübungen. Vors. : Restaurateur C.F.Gläser. L.: Restaurant Gläser.
5. Vereinigte Schützengesellschaft zu Crossen.
Gr. 1849. Zwecks vaterländischen und patriotischen Sinn zu fördern, ferner alljährlich Abhaltung
eines Schießens.
Vors.:
Handelsgärtner Max Vogel. Vierteljährlich eine Versammlung. |

1903 hat Crossen 752 Einwohner - 131 bewohnte Grundstücke
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Radfahrverein
"Adler" linkes Bild um 1920 auf dem Schulhof -- Standarte
des Vereins Vorder- und Rückseite (Bild 2002) |
von links, Vogel Arno, Weinrich Kurt, ???, Poppitz Alfred, ???, ???.
Wer sind die anderen im Bild?
Radfahrverein Crossen gegründet 1896
Vereinsfahne wurde wahrscheinlich am 6. Mai 1923 geweiht. Gestiftet
wurde sie von Herrn Richard Braune, Pferdehändler in Crossen. An
derselben befinden sich noch weitere kleine Fähnchen, Fahnensegel,
von anderen Bannerweihen deren Text man aber auf den Bildern nicht
sieht. Diese Anhängsel sind teilweise abgerissen ansonsten befindet sich
die Standarte in einem verhältnismäßig gutem Zustand. Der Text auf
den Anhängern lautet: 1.)Zur Erinnerung an
die Bannerweihe Radfahrer-Verein „Wanderlust" Co... ( Wahrscheinlich
Cossen) 2.)Gewidmet von den Jungfrauen zu Crossen 3.)Ein Abzeichen (Kleine Metallmarke) Bundesfest S.R.B.(Sächs.
Radfahrerbund) Dresden Juli 1923 4.)Bannerweihe des Radfahrvereins „Saxonia" Stein 24.und 25. 6. 1923 5.)Zur Erinnerung an die Bannerweihe am 17. Juni 1923 zu Ossa und
Umgebung 6.)Zur Erinnerung an die Bannerweihe des Radfahrvereins „
Wanderlust" Ober- und Niederelsdorf 7.)33. Bundesfest des S.R.B. Freiberg 19. -22. Juli 1924 8.)Gewidmet von den Frauenvereinen Nieder- und Obercrossen
Bannerweihe 6. Mai 1923 9.)Zur Erinnerung an die Bannerweihe des Radfahrervereins „Saxonia"
Holzhausen 15.6.1924 10.)Erinnerung an die Bannerweihe „All Heil" Zschaitz 1922.
1922 hat Crossen 762
Einwohner, 204 Haushaltungen
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1. Kasino junger Landwirte.
Vors.: Kurt Polster. 2. Krankenverein.
Vors.: Max Vogel. 3. Männergesangverein.
Vors.: Josef Katscher. 4. Obstbauverein.
Vors.: Arthur Zschockelt. 5. Radfahrerverein.
Vors.: Arthur Vogel. 6. Schützengesellschaft.
Vors.: Max Vogel.
Warum ist im Jahrbuch 1922 der Militärverein nicht
mit aufgeführt? |
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Militärverein gegr. 1893, zur Fahnenweihe Mai 1925
v.d.Gasthof |
Die Mitglieder bzw. Personen auf dem Foto
1.)
vorn links auf dem
Boden sitzend Mattusch Arthur. (von links) 2.) Vorn auf dem Boden sitzend Weinrich Willi. (mitte mit Adler) 3.) Vorn auf dem Boden sitzend ? (rechts)
4.) 1. v. l. ??? 5.) 2. v. l. Hingst Rudolf
6.) 3. v. l. Bahrmann Walter 7.) 4. v. l. Möbius Alfred 8.) 5. v. l. Bemmann Bruno 9.) 6. v. l. Müller Martin 10.) 7. v. l. Poppitz Herrmann 11.) 8. v. l. Pietzsch Alfred (Rittergutpächter)
12.) 9. v. l. Kamprad Otto 13.)10. v. l. Jahn Martin 14.)11. v. l. Martin Karl 15.)12. v. l. Gruhne
Walter
16.)13. v. l. Bemmann
Richard
17.)14. v. l. ???
18.)
Mitte stehend von links der 1., Henning Ernst Theodor
Wilhelm, Gasthofbesitzer
19.)
2. v. l. Liebers Willi 20.) 3. v. l. Müller Willi 21.) 4. v. l. Fritzsching Georg 22.) 5. v. l. Kießling Paul 23.) 6. v. l. Stolze Karl 24.) 7. ??? 25.) 8. v. l. Geißler Oswald 26.) 9. v. l. Thalheim Kurt 27.)10. v. l. Schlimper Max |
28.) 11. v. l. Porzig Fritz 29.) 12. v. l. Teichmann Arno ??? 30.) 13. ???
31.) 14. v. l. Teicher Kurt 32.) 15. ??? 33.) 16. ??? 34.) hinten stehend von links 1.Klinger Kurt 35.) 2. v. l. Stockmann Otto 36.) 3. v. l. Ahnert Max
37.) 4. v. l. Seifert Arno 38.) 5. v. l. Bemmann ??? 39.) 6. v. l. Vogel Alfred, Standarte
40.) 7. v. l. Vogel Walter 41.) 8. ??? 42.) 9. ??? 43.) 10. v. l. Vogel Arthur
44.) 11. v. l. Lorenz Walter 45.) 12.v. l. Bemmann Martin 46.) 13. v. l. Werner Max 47.) 14. v. l. Schlimpert Kurt
Der Mann mit Hut ganz rechts hinten im Bild , Böhler, Ernst
Emil. |
1.1.1893 Die Gründung des Militärvereins Crossen
Vorsitzender: Theodor Schneider, Gutsbesitzer in
Crossen Nr. 16
Dessen Stellvertreter: Hermann Poppitz, Hausschlächter in Crossen
Nr. 4
Das Vereinslokal ist der Gasthof Crossen. Gastwirt: Kamerad Bruno
Katzschmann Nr.83
Erste Eintragung im Protokollbuch des neu gegr. Militärvereins zu
Crossen
Wortwörtlich heißt es zu beginn: "Crossen am 1. Januar 1893.
Geehrte Kameraden, Nach vielseitigen Verlangen sind wir nun entlich
an das Ziel gelangt, und Beschlußfähig geworden einen Militärverein
zur Gründung zu bringen. Schon vor vielen Jahren und Monten ward
stets der vielseitige Wunsch wachgerufen, und mann hörte vielfach
hier und da die thönenten Worte erklingen, wir berufen die Kameraden
für Crossen und Umgegend zu einer Versammlung ein, damit wir zur
Fertigstellung und durch Beschlußfähige Erungenschaft, einen
Militärverein ins Leben zu rufen gedachten. Unser Kamerad und
Gastwirt Bruno Katzschmann... "
19.8.1893 Feier des 50-jährigen Dienstjubiläums des
Sächsischen Königs Albert
Beschluss: Anschaffung eines großen, eingerahmten Bildes des Königs
für das Vereinslokal. Festgottesdienst, dessen Programm:
Abmarsch und Zug zur Pfarrwohnung mit Abholung des Pfarrers, von
dort nach dem Gotteshaus, wonach der Gottesdienst beginnt
(Sonntagnachmittag) Marschordnung des Festumzuges durch das Dorf 1.
Militärverein 2. die Schützengesellschaft
3. die Mitglieder der Kirchen-, Schul- und Ortsverbände 4. der
Turnverein 5. der Krankenverein Vor dem Zuge marschieren die
Lehrer mit den Schulkindern.
3.11.1893 Aufnahme des Herrn Pastors Hentschel als
1. Ehrenmitglied des Vereins
5.1.1894 Überreichung des Ehrendiploms an Herrn
Pastor Hentschel, der ab und zu in einer Mitgliederversammlung ein
Fass Bier spendiert
9.10.1897 Amtsjubiläum von 25 Jahren von Herrn
Pastor Hentschel
Festgottesdienst am Sonntag, den 9.10.1897, mit Kirchenparade des
Vereins. Abends Jubiläumsfest im Gasthof mit Überreichung des
Geschenks vom Verein: Ein Bierseidel mit Deckel und Inschrift:
„Gewidmet von Königlichen Sächsischen Militärverein Crossen".
27.4.1898 Feier anlässlich des Geburtstages von
König Albert mit Kirchenparade
Abends Festversammlung im Gasthofssaal, der mit
Reisig geschmückt ist. Festmusik
22.4.1899 Der Erlauer Arzt Dr. Kemmlitz gibt ein
Fass Bier aus
27.8.1899 Dankschreiben der Crossener
Schützengesellschaft für die Beteiligung des Militärvereins an denen
ihrer Fahnenweihe
Beschluss: Es soll 1900 wieder ein Vogelschießen
sein.
22.7.1900 Militärverein -Vogelschießen mit
Abendtanzmusik
24.5.1900 Kamerad Zugführer Oswald Geißler, Gutsbesitzer,
(heute Grundstück Hommel Niedercrossen)
wird
beauftragt, die Gewehre für je 15 Pfennige zu reinigen. Für
Reinigungsmaterial sowie Öl soll er selbst sorgen.
21.4.1901 Hauptversammlung mit Feier des
Geburtstages von König Albert
Nach der Tagesordnung gemütliches Beisammensein bis
zur frühen Morgenstunde.
1903 hat der Militärverein zu Ehren unseres Königs Albert
vor dem Gasthof eine Eiche gepflanzt. Diese wurde aber dürr
und es musste eine neue Eiche gepflanzt werden. Um nicht wieder
einen dürren Baum zu haben wurden welche verpflichtet um ihn zu
gießen. Das Land, ein kleines Dreieck, zwischen Schule und Gasthof,
gab der Wirt Katzschmann. Wie sich später, etwa 10 Jahre, heraus
stellte gehörte das Land gar nicht dem Wirt Katzschmann, sondern der
Gemeinde Crossen. König Albert wurde 1871 als erster Sachse vom
Kaiser zum Generalfeldmarschall des neuen Deutschen Reiches ernannt,
in Sachsen war dieser Rang bisher unbekannt, hier ging es nur bis
zum Feldmarschall. Gestorben ist der König am 19. Juni 1902 in
Sibyllenort, auf seinen schlesischen Besitzungen.
19.4.1903
Kamerad Oswald Geißler stellt den
Antrag, den verstorbenen König Albert zu Ehren eine Eiche zu
pflanzen. Ritterguts-Revierförster Prescher will diese liefern.
23.4.1903
Donnerstag, nachmittags 5.00 Uhr
die feierliche Pflanzung der König-Albert-Eiche
Der Ehrenvorsteher Theodor Schneider, Gutsbesitzer, (heute
Grundstück von Elke und André Michael) hielt eine Ansprache
und wünschte, dass die gepflanzte Eiche wachsen und gedeihen möge zu
Ehren des verewigten Königs Albert. Die Söhne des Gastwirts wollen
die Eiche fortan begießen. Dafür erhalten sie eine finanzielle
Anerkennung. Oswald Geißler stellt die erforderlichen drei Pfähle
unentgeltlich zur Verfügung.
Der Crossener Militärverein war am 31.10.1924 beim Militärverein
zur Winterschänke zum 50-jährigen Fahnenjubiläum eingeladen. Am 1./2.Juni 1924 wurde das 75. Jubiläum der Schützengesellschaft zu
Crossen gefeiert. Am 16./17./18. Mai 1925 war Fahnenweihe beim Crossener
Militärverein. Zu diesem Anlass ist wahrscheinlich auch das
obige Foto entstanden. Die Fahne, die Leider nicht mehr vorhanden, bzw. noch nicht gefunden
wurde, kostete 750,- RM und kam von Emil Schulze Weißer Hirsch in
Dresden. Das Fahnentuch war grün-weiß, aus Seidenstickerei. Eine
Seite der Fahne zeigte das sächsische Wappen mit der Aufschrift "Mit
Gott für Reich und Vaterland" und die andere Seite "Sächsischer
Militärverein zu Crossen" (1893-1925). Die Planung des Festumzuges
begann zur Versammlung des Festausschusses am 13.Januar 1925. Am 1. März 1925 wurde Richard Vogel zum Fahnenträger und Max Ahnert
zu dessen Stellvertreter erklärt. Die Frau Gräfin, wahrscheinlich Marie Luise Reichsgräfin zur Lippe
(geb. von Arnim),
einige Jahre Besitzerin des Rittergutes, gab ein Geschenk zur Fahne. 20 von 27
Kameraden stimmten aber dafür, das das Geschenk wieder
zurück gegeben wird. Zum Festzug durch den Ort wurde die Döbelner
Reichswehrkapelle engagiert.
10.-11.6.1933 Die
Einladung zur Turnhallenweihe in Crossen am 1. Juni 1933 wurde vom
Verein einstimmig angenommen. Der Verein steht mit Fahne 1/41 Uhr
bei Kamerad Otto Stockmann (heute Heinrich Stockmann), Abmarsch 1/21
Uhr. Als Geldgeschenk wurden vom Verein 20,- Mark überreicht.
10.7.1933 Aufgrund der Gleichschaltung des
Vereins mit der NSDAP wird staatlich angeordnet, den
Vereinsvorsteher nicht mehr in den Versammlungen als solchen
anzusprechen, sondern mit „Führer" nach dem Vorbild Adolf Hitlers.
15.10.1933 heißt es im Protokoll: „Der Führer
eröffnet die Versammlung kurz nach 8 Uhr abends."

Letzte Eintragung im Protokollbuch am 8. Juli
1944. Letzter Satz wortwörtlich: " Mit einem Sieg Heil auf
unseren Führer schließt der Kameradschaftsf. 22.00 den Appell."
(Quelle: Aus dem Protokollbuch des
Militärvereins von Herbert Jahn.)
1. Christl. Frauendienst. Vors.: Linda Köhler. 2.
Krankenunterstützungsverein. Vors.: Max
Vogel. 3. Kriegerkameradschaft. Vors.: Otto
Stockmann. 4. Schützengesellschaft. Vors.: Max Vogel. 5.
Turnverein (DRL). Vors.: Kurt Stockmann.
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1937/38 hat Crossen 768
Einwohner, 233 Haushaltungen |
1946 hat Crossen 982 Einwohner
Kinderfest 1955 -
Zeitungsartikel Freie Presse vom 16.Juli 1955
"Auch in diesem Jahr wieder ein Kinderfest"! So hieß
es in einer der Sitzungen der Gemeindevertreter am Anfang des
Jahres. Den Worten folgten bald Taten. Es wurde zunächst ein
Ausschuss gebildet der das Fest vorzubereiten hatte. Jedes
dazugehörige Mitglied erhielt eine kleine Aufgabe. Wie die gute
Organisation des Festes zeigte, hat sich diese Methode bewährt. Eine
Sammlung für das Kinderfest unter den Dorfbewohnern ergab einen
stattlichen Betrag. Auch unser Patenbetrieb, der VEB
Verkehrsbetriebe Karl-Marx-Stadt, unterstützte uns bei der
Vorbereitung tatkräftig. Am 25. Juni war es dann soweit. Die letzten
Handgriffe zur Schmückung des Festplatzes wurden getan. Hier tat
sich besonders unser Zimmermann Walter Dickert mit seinen Helfern
hervor. Am Abend fand als Auftakt ein Fackelzug durch das Dorf
statt. Leider musste er unterwegs wegen eines anhaltenden
Gewitterregens aufgelöst werden. In der Gaststätte Teicher gab es
dann ein feucht-fröhliches Wiedersehen. Schade war es vor allem um
die Mühe die sich die Einwohner mit dem Schmücken ihrer Häuser
gemacht hatten. Am Sonntagmorgen schaute so mancher Crossener bang
zum Himmel, aber es war ein regenfreier Sonntag. Am Vormittag
begleitete flotte Musik, ein Tonbandgerät war von einem Einwohner
des Ortes zur Verfügung gestellt worden, die Helfer bei den letzten
Vorbereitungen auf dem Festplatz. Gegen 12 Uhr traten 40 Kinder
unseres Patenbetriebes auf. Pünktlich 13 Uhr begann das große Fest.
Zunächst war das Karussell der Hauptanziehungspunkt. Dann lockte ein
Rollerrennen, der Patenbetrieb hatte zu diesem Zweck luftbereifte
Roller mitgebracht, viele der Kinder auf die Straße. Auch an der
Kletterstange war ständig Betrieb. Inzwischen wurden die ersten Lose
der Tombola verkauft, wobei wertvolle Preise winkten. Etwas später
führte der glückliche Gewinner den Hauptpreis, ein lebendes Schaf,
mit sich fort. Die Frauen des DFD hatten die Kaffeetafel im Saal des
Gasthofs vorbereitet. Jedes Kind erhielt dabei eine Tasse, mit der
Aufschrift Kinderfest Crossen 1955, als Geschenk. Anschließend ging
es lustig weiter. Die Kleinsten übten sich im Topfschlagen während
die Großen ihr Glück an der Ratschbude oder beim Sternschießen
versuchten. Gegen Abend erfreute eine Zirkusvorstellung, mit
prominenten Künstlern, jung und alt aus dem Dorf. Zum Abschluss des
Tages drehten sich die Crossener im Gasthof zum Tanz. Hiermit möchte
ich all den zahlreichen Helfern danken, die zum Gelingen des Festes
beitrugen.
- Manfred
Mehnert - (Lehrer in Crossen)
Viel Neues wurde in unserem Dorf geschaffen
Artikel - Freie Presse Kreis Rochlitz 29.11.1955 -
Crossen.
Ein
von den Einwohnern schon lange gehegter Wunsch wurde erfüllt:
Crossen erhielt eine Unfallhilfsstelle, die zugleich zur
Mütterberatung. zu den Impfungen usw. dienen soll. Dank der guten
Mitarbeit der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und des
DFD sowie einiger Einwohner ist es gelungen, zwei schön ausgebaute
Räume dafür zu gewinnen. Durch die großzügige Hilfe unserer
Regierung war es der Kreisleitung Rochlitz des Deutschen Roten
Kreuzes möglich, diese Unfallhilfsstelle mit einer schönen,
reichhaltigen und zweckentsprechenden Einrichtung zu versehen. Am
16. November wurde nun die 43. Sanitätseinheit im Kreis Rochlitz
gegründet. 25 Teilnehmer wollen sich in einem
Grundausbildungslehrgang die Kenntnisse aneignen, die sie benötigen,
um die Forderung unserer Regierung, die gesundheitliche Betreuung
auf dem Dorfe zu verbessern, verwirklichen zu helfen. Dankbar
erkennt die Bevölkerung von Crossen die im letzten Jahr geschaffenen
Erleichterungen an, sei es die Dorfbeleuchtung. die Schaffung eines
Kindergartens, der mit Lottomitteln noch mehr ausgebaut werden soll,
der Bau von zwei Omnibuswartehäuschen oder diese Unfallhilfsstelle.
Die Einwohner von Crossen werden noch viele Verbesserungen und
Neuerungen in gemeinsamer Arbeit schaffen. (Elvira
Fuchs)
Ein kleines Dorf mit vielen fleißigen Menschen
Weil viele mit zupackten, konnte auch vieles
geschaffen werden
Crossen. Wohl in jedem Ort unseres Kreises haben die
Einwohner Wünsche. Sie möchten dies und jenes verändert oder auch
neu gebaut haben. Da soll die Strasse in Ordnung gebracht oder ein
Kindergarten gebaut werden. Nur ist es nicht überall so wie in der
Gemeinde Crossen. Dort haben die Einwohner nicht nur Wünsche,
sondern sie wissen auch, daß man am besten selbst mit zupackt, um
sie zu erfüllen. Ein Überblick über die Leistungen im Nationalen Aufbauwerk zeigt
uns, wie es die Crossener gemacht haben. Da ist zum Beispiel der
Kindergarten, ein Wunsch der Mütter und gewiß auch der Bauern. Durch
seinen Bau können einige Frauen auf den Feldern mithelfen. Neun
Einwohner griffen mit 266 Stunden mit zu und so wurde der Wunsch
erfüllt. Die Sicherheit eines Dorfes hängt viel vom Zustand des
Feuerlöschteiches ab. Die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr, zu
deren Aufgabenbereich die Löschwasserstelle vor allem gehört, ließen
es sich nicht nehmen, diese instand zu setzen. Auch für die Jugend wurde etwas getan. Ihr Zimmer, in dem sie sich
stets zusammenfinden, wurde renoviert. Dabei halfen die Jungen und
Mädels aber selbst tüchtig mit. 105 DM spendeten sie und die 45 DM
die sie für die Hilfe bei der Ernte bekamen, gaben sie auch dazu.
Die Einwohner besserten auch die Wege aus und pflegten die
Obstbäume. 1331 Stunden Mitarbeit im Nationalen Aufbauwerk 1956 sind
das stolze Ergebnis. Nachdem der Bürgermeister über die erfüllten Aufgaben gesprochen
hatte, wurden einige Bewohner besonders bedacht. Der Volkspolizist Heinz Glintschert erhielt die goldene Aufbaunadel mit
Blattumrandung. Heinz Schubert und Erich Lange wurden mit der
goldenen, Willy Stolze mit der silbernen und sechs weitere Einwohner
mit der bronzenen Aufbaunadel geehrt. Diese Auszeichnung war die
Krönung des Ganzen und wird gewiß auch die in Crossen abseits
Stehenden davon überzeugen, daß ein gemeinsames Werk nur gemeinsam
geschaffen werden kann. LB VS.
- Artikel aus der "Volkstimme" (Freie Presse Rochlitz) vom
21. Februar 1957
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Die Dorfstrasse 1957 Blick
vom Unterdorf in Richtung Oberdorf mit der Kirche im
Hintergrund. Es ist kein Asphalt zu sehen.
(Bild U. Fröde) |
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